Hawaiian Air

IATA: HA * ICAO: HAL * Callsign: HAWAIIAN

Die Form der MD-80 und das Farbschema ergaben eine einzigartige Kombiantion/Courtesy and Copyright: md80design
Die Form der MD-80 und das Farbschema ergaben eine einzigartige Kombiantion/Courtesy and Copyright: md80design

Sehr wahrscheinlich wurde die erste MD-81 am 10.06.1981 an Hawaiian Airlines  ausgeliefert. Andere Quellen geben den 27.04.1981 an. Diese Flugzeuge wurden durch zwei DC-9-51 und sechs Dash 7 ergänzt, während für Langstrecken je eine DC-8 Super 62 und eine DC-8 Super 63 verwendet wurden. Insgesamt wurden fünf MD-81 an Hawaiian Air ausgeliefert, eine sechste MD-80 wurde nicht abgenommen und direkt von PSA Pacific Southwest Airlines übernommen.

MD-80 für Hawaiian unpassend

Courtesy: Hawaiian Air
Courtesy: Hawaiian Air

Die MD-80 hat sich seinerzeit nicht als ideal für das sehr anspruchsvolle, geographisch begrenzte innerhawaiianische Inselstreckennetz erwiesen. Die Flugzeuge waren generell zu groß, die Konkurrenz durch die Erzrivalin Aloha Airlines entspannte die Lage natürlich nicht. Die MD-80 konnten nur durch niedrige Flugpreise überhaupt ausgelastet werden und wie so oft ging die Rechnung bei den Erträgen pro beförderten Passagier nicht auf. Die Flotte von Hawaiian war einerseits durch die Flugzeuge mit verschiedenen Kapazitäten und Leistungen flexibel, aber drei Muster für Kurzstreckenflüge waren einfach zu viel. 1987/88 offerierte BAe der Hawaiian die BAe 146 als „perfekten Ersatz der DC-9". BAe versuchte auf Hawaii Fuß zu fassen. Hawaiian Airlines untersuchte die BAe146, kam aber dann zu dem Schluss, daß die DC-9-50 das beste an ihre Bedürfnisse angepasste Flugzeug wäre. Somit wurden die MD-81 und Dash7 durch 12, später 13 DC-9-51 ersetzt.

Hawaiian Air setzte ihre MD-81 mit jeweils 172 Sitzplätzen ein - der maximal erlaubten Kapazität für die MD-80. Die von Hawaiian Air verwendete Konfiguration wies bei Betrachtung der von McDonnell Douglas präsentierten Konfiguration einige Besonderheiten auf.

 

  • Es stand nur eine einzige Bordtoilette zur Verfügung (hinten rechts)
  • Bordkücheneinheiten befanden sich vorne rechts und hinten links (gegenüber der Bordtoilette)

Das Einsatzprofil der MD-81 bei Hawaiian Air reflektierte die insgesamt sehr kurzen und teilweise extrem kurzen Streckenabschnitte des innerhawaiianischen Flugplans mit Flugzeiten von oft nur wenigen Minuten. Selbst die längsten Routen zeichnen sich aus geographischen Gründen durch Flugzeiten von nur 40 bis 50 Minuten aus.

In der knapp unter zehnjährigen Einsatzzeit der MD-81 bei Hawaiian Air zeigte sich sehr schnell und im Grunde durchgehend, dass die MD-81 nicht ausreichend flexibel und gleichzeitig effizient eingeplant werden konnte. Die MD-81 bot in den Morgen- und Abendstunden auf den stärksten nachgefragten Routen eine attraktiv hohe Kapazität, konnte aber über den ganzen Tag verteilt kaum mit gesunder und gleichzeitig hoher Auslastung verwendet werden - die MD-81 war schlicht zu groß für viele Routen.

Operationelle Probleme mit der MD-81 schien es nicht gegeben zu haben, da hier Hawaiian Air die Grundcharakteristik des Modells durch die Einsatzerfahrungen mit der DC-9 sehr gut kannte. Auch zeigte sich auch hier, dass das Triebwerksmodell JT8D (bei der MD-80 JT8D-200) mit den kurzen Flügen und kurzen Standzeiten keine Probleme hatte, wie sich später bei der Aloha Airlines mit dem Einsatz der Boeing 737 mit CFM-Antreb zeigen sollte.

MD-80 als Boeing 717-Ersatz?

Anfang September 2003 kursieren Meldungen, daß Hawaiian Airlines ihre 13 Boeing 717 durch günstige, geleaste MD-80 ersetzen könnte. Hawaiian würde nicht nur fabrikneue Boeing 717 zugunsten gebrauchter MD-80 ersetzen, sondern auch zwangsläufig größere Flugzeuge einsetzen. Zwar argumentiert Hawaiian, daß man die direkten Betriebskosten bei einer  MD-80 auf viel mehr potentiell zu befördernde Passagiere durch die deutlich höhere Sitzplatzkapazität verteilen kann. Dennoch sollte nicht vergessen werden, daß gerade die 717 durch sehr niedrige Betriebskosten glänzt. Hawaiian Airlines verweist darauf, daß die Leasingraten für die MD-80 derzeit sehr niedrig sind - anscheinend niedriger als für die 717, die von Boeing geleast sind. Jede Entscheidung zugunsten der MD-80 und gegen die Boeing 717 würde dem Ansehen der Hawaiian Airlines und der Boeing 717 "schaden" und es ist zu bezweifeln, ob Hawaiian überhaupt einen 1:1 Ersatz durchführen würde.  Diese Gerüchte knüpfen an ein weiteres Gerücht an, daß Qantas Link bis zu drei Boeing 717 der Hawaiian Airlines übernehmen könnte. Qantas Link ist mit der 717 sehr zufrieden und plant schon länger eine Vergrößerung ihrer Flotte. Eventuell wird Hawaiian froh darüber sein, ihre 717-Flotte zu reduzieren, damit der schlechten Nachfrage nach Flügen Rechnung getragen wird.

Mit elf Boeing 717 zwischen den Inseln unterwegs

Die Situation bei Hawaiian Airlines hat sich mittlerweile wieder stabilisiert und mit einer reduzierten Flotte von elf Boeing 717 werden die Inseldienste durchgeführt. Die Diskussion über einen möglichen Ersatz durch MD-80 scheint vergessen zu sein.

Sehr erfolgreich mit der Boeing 717

In der Zwischenzeit hat sich die Situation bei Hawaiian Airlines grundliegend verändert. Der Betriebseinstellung des Erzriivalen Aloha Airlines hat zweifellos zu einer gewissen Entspannung und noch besseren Marktpositionierung geführt. Die Fluggesellschaft setzt aktuell fünfzehn Boeing 717 ein, nachdem man gebrauchte Boeing 717 aus Australien erwarb.

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