PSA Pacific Southwest Airlines

IATA: PS * ICAO: PSA * Callsign: PSA

Courtesy and Copyright: md80design
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Pacific Southwest Airlines (PSA) gehörten während ihrer Existenz zu den renommiertesten und bekanntesten Fluggesellschaften innerhalb der US-Westküste. 1987 übernahm USAir die PSA und ab Frühjahr 1988 wurd eder Flugbetrieb in mehreren Schritten vollständig in den laufenden Betrieb der USAir integriert bzw. die gesamte Flotte an die Ostküste der USA verlagert.

In den 1970ern bestritt PSA ihren Betrieb primär mit der Boeing 727-200 und einigen Douglas DC-9. Im Zuge einer angedachten und drastischen Flottenerneuerung sollten unter Berücksichtigung der Marktbedingungen deutlich leisere und sparsamere Flugzeuge bei PSA die Zukunft sichern. Sehr früh untersuchten PSA die gestreckte DC-9-80 als 150-Sitzer und Ersatz der Boeing 727. Gerade die im US-Bundesstaat Kalifornien teilweise besipiellos strengen Lärmschutzbestimmungen an einigen Flughäfen erzeugten dringenden Handlungsbedarf.

Frühe Entscheidung für die DC-9 Super 80

Im August 1978 wurde die Bestellung von PSA für einen Auftrag über zehn DC-9 Super 80 bekannt. Mit diesem Flugzeugtyp sollte ab Anfang der 1980er der Ersatz der bislang eingesetzten Boeing 727 eingeleitet werden. PSA wurden zwar nicht der erste offizielle Kunde für die MD-80 in den USA, aber der erste Betreiber dieses Flugzeugtyps in den USA. Am 17. Dezember 1980 stellte PSA ihre erste DC-9 Super 80 in den Liniendienst.

Für PSA die beste Wahl - die DC-9 Super 80

PSA baute bis Mitte der 1980er Jahre eine Flotte von 19 MD-81 und 12 MD-82 auf. Eine Bestellung über fünf weitere MD-80 wurde storniert. Jede MD-80 bot in PSA-Konfiguration 150 Passagieren Platz. Eine Besonderheit war hier, dass an einer Sitzreihe am Notausstieg, die Passagiere mit dem Rücken in Flugrichtung saßen (siehe Sitzplan PSA).

Leise, sparsam und komfortabel - eine MD-81 der PSA/Courtesy: McDonnell Douglas
Leise, sparsam und komfortabel - eine MD-81 der PSA/Courtesy: McDonnell Douglas

Extrem sparsam und effizient

Nach eigener Aussage erwies sich die MD-80 bei PSA als wahrer "Glücksgriff", denn der Ersatz von Boeing 727 durch die MD-80 innerhalb von nur wenigen Jahren führte zu einer erheblich höheren Wettbewerbsfähigkeit. PSA ersetzte schlicht ein Flugzeug mit drei Triebwerken und drei Mitgliedern im Cockpit (Boeing 727) durch ein Muster mit zwei Triebwerken und zwei Piloten (MD-80). Der Einsatz von MD-80 reduzierte die Betriebskosten erheblich, die deutlich leiseren Treibwerke machten die MD-80 unproblematisch für den Einsatz in Kalifornien. Zusammen mit der seinerzeit größten Flotte von British Aerospace BAe146-200 konnte PSA ohne Sorgen auch Flughäfen in Kalifornien anfliegen, die schon damals wie heute strengste Lärmauflagen verlangten. Auch die MD-80 erfüllte die Auflagen ohne Probleme, wenngleich hier ein paar Jahre später die Regelung getroffen wurde, dass man zugunsten von zwei BAe 146-Abflügen auf einen MD-80-Abflug verzichten könnte, somit mehr Slots erhältlich wären. Die MD-80 konnte die äußerst strengen Lärmschutzbeschränkungen höchst wahrscheinlich nur durch Nutzlasteinschränkungen einhalten, wobei dies auch bei der Boeing 737-200/-300 der Fall war.  Bis Mitte der 1980er Jahre war die Flotte von PSA nahezu vollständig erneuert, abgesehen von einer kleinen Teilflotte von DC-9-30, die genau die Lücke zwischen BAe146 und MD-80 schlossen. Mitte der 1980er Jahre forderte aber der heftige Konkurrenzkampf an der Westküste ihren Tribut. Die Erträge pro Passagier sanken, die Rivalen PSA, AirCal und Western Airlines leisteten sich eine Dumpingschlacht.

USAir übernimmt PSA

PSA testete diverse alternative/modifizierte Bemalungen/Courtesy and Copyright: md80design
PSA testete diverse alternative/modifizierte Bemalungen/Courtesy and Copyright: md80design

Schließlich kam es zu einer Konsolidierung. American Airlines übernahmen AirCal (mit Boeing 737/BAe146/MD-82), während Western Airlines durch Delta Air Lines 1987 übernommen wurde. Mit diesen Übernahmen wollten American wie Delta ihre Marktposition im Westen der USA sichern. Die im Osten der USA traditionell sehr starke USAir suchte auch nach Wegen, wie man durch eine Übernahme das Streckennetz auch nach Westen attraktiver gestalten konnte. USAir offerierte eine Übernahme der PSA und PSA stimmte zu. Die Vorbereitungen zur Übernahme erstreckten sich über ca. 12 Monate, die Mitarbeiter wurden auf USAir "getrimmt". Am 09. April 1988 wurde der gesamte Flugbetrieb in die USAir integriert.

Radikale Veränderungen

Der ehemalige Flugbetrieb von PSA erfuhr radikale Änderungen. Nicht nur, verschwand die Marke PSA, sondenr auch faktisch ein Großteil des Streckennetzes.

 

Die BAe146-Flotte wurde bis Anfang der 1990er Jahre aus dem Verkehr gezogen - mit sehr bösen Kommentaren von USAir, dass die BAe146 unwirtschaftlich sei. Der Hersteller BAe verwehrte sich gegen diese Attacken und verwies (legitim) darauf, dass PSA dieses Muster doch erfolgreich einsetzte. USAir entschuldigte sich daraufhin öffentlich und äußerten, dass es nicht die Schuld des Flugzeugtyps sei, sondern eher die Marktbedingungen, die den weiteren Einsatz der BAe146 nicht zulassen würden. Es ist recht interessant, dass die BAe146 vielfach zuerst mit einer 3+3-Konfiguration eingesetzt wurde (so wurde auch das Flugzeug konzipiert!), die Resonanz der Fluggäste aber so verheerend war, dass viele Fluglinien dann eine 2+2-Bestuhlung einführten. Es sei erwähnt, dass selbst bei einer 3+3-Bestuhlung eine BAe146 oder Avroliner erheblich komfortabler ist als eine CRJ100.

Alle MD-80 an die US-Ostküste

Alle 31 MD-80 wurden in die Flotte von USAir integriert und zu weiter östlich gelegenen Drehkreuzen der USAir  transferiert und diese Gesellschaft bestellte sogar weitere 25 MD-82; dieser Auftrag wurde aber später wieder storniert und einige zur Auslieferung bereitstehende bzw. in der Fertigung befindliche MD-82 wurden gleich an andere Fluglinien vermittelt, so zum Beispiel an China Northern Airlines. USAir setzte ihre MD-80 fortan im östlichen Teil der USA ein, wobei die Flottenstärke von 31 Exemplaren keine Erweiterung erfuhr und dieser Flugzeugtyp bei USAir durch Zulauf/Integration weiterer Boeing 737-300/-400 keine tragende Rolle mehr spielen sollte.

Kabinenplan:

Safetycard:

Fotos:

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